Ein einsames Blog

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Es war einmal ein Blog. Es wurde ins Leben gerufen, als sein Autor zu studieren begann. Eifrig wurden die Erlebnisse des Tages eingetragen und Lernaufgaben bearbeitet. Doch dann kamen die Klausurvorbereitungen und das Blog wurde schändlich vernachlässigt.

Erst eine zermürbende Autofahrer erweckte es wieder zum Leben: Ein Eintrag von der A7 mit 6 km Stau. Violà!

Großes Hessemädsche

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lilo_7wochen_klein

Medien? Medien!

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kopfhorerNun haben wir im Rahmen unseres Studiums unser erstes WBT erstellt - oder zumindest ein Kapitel eines WBT. Und das ganze als Gruppenarbeit. Keine leichte Sache. Aber am Ende wurde alles gut.

Aufgabe war es, ein umfangreiches multimediales Lernszenario zu konzipieren. Und das Schöne: Geld spielt keine Rolle. Deshalb haben wir Animationen erstellen (”Das kann teuer werden.”) und alles vertonen lassen. Wichtig war es, das geeignete Medium für die einzelnen Schritte des WBT auszuwählen.

Da wir uns sehr viel Mühe gegeben haben und viel diskutiert wurde, fällt es mir jetzt ziemlich schwer unsere Arbeit zu beurteilen, geschweige denn zu kritisieren. Denn schließlich denke ich, dass wir unser Bestes gegeben haben. Deshalb würde ich auch nicht zu einem anderen Ergebnis kommen (komische Reflexionsaufgabe diesmal - sorry ;-)).

Wenn ich mich aber an unser Gruppentreffen zurück erinnere, dann fällt mir ein, dass ich an einer Stelle stutzig war - ohne dass ich weiß, ob es gerechtfertigt ist. Stutzig war ich, als wir als Einstieg zu unserem WBT “Ablauf eines Beratungsgesprächs” ein Negativ-Beispiel auswählten. Mein Gefühl sagt mir, dass das Erstgesehene immer am besten im Gedächtnis bleibt. Deshalb hätte ich dieses Negativ-Beispiel eventuell nicht gebracht.

Sicher gibt es dazu didaktisch betrachtet Erfahrungen und Meinungen - Eure und Ihre würde mich dazu interessieren. Also - die Diskussion ist eröffnet.

Dagegen!

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Im Rahmen der Umstellung eines Präsenztrainings auf ein E-Learning-Training kommt die Vertriebsleiterin Ihres Unternehmens auf Sie zu, um mit Ihnen über den Sinn der methodisch-didaktischen Umstellung des Trainings zu sprechen. Sie ist nicht davon überzeugt, dass die Fokussierung auf E-Learning den gleichen Nutzen bringt wie ein konventionelles Präsenztraining. Wie gehen Sie mit der Situation um, und welche Argumente bringen Sie hervor, um den qualitativen und quantitativen Nutzen herauszuarbeiten?

Ich würde der Dame zunächst erläutern, dass Ihre Bedenken in jedem Fall zunächst einmal berechtigt sind, da nicht alle E-Learning-Szenarien gleichzeitig auch einen quantitiven bzw. qualitativen Nutzen hervorbringen. Allerdings würde ich ihr in der Folge das Kosteneinsparpotenzial aufzeigen durch

  • weniger Abwesenheitszeiten der Mitarbeiter
  • durch Einsparung von
    • Reise- und Unterkunftskosten
    • Raumkosten und
    • Materialkosten
  • Einsparung von Dozentenkosten und
  • die Möglichkeit der Wiederverwertbarkeit der E-Learning-Programme

Alles das wird bestätigt durch einen Return on Investment von > 700%, also einem positiven Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Gleichzeitig könnte eine Lösung sein, zunächst sowohl Präsenztermine als auch E-Learning-Schulungen parallel abzuhalten, um den Nutzen für die Lernenden evaluieren zu können. Zudem sollte das E-Learning-Projekt in eine E-Learning-Strategie eingebettet sein, damit es nicht zu eine “Eintagsfliege” ohne Konzept degradiert wird.

Ich bin umgezogen

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lilo_bad

Hallo Ihr Lieben,

am 21. Februar 2010 habe ich mein Single-Dasein in meinem 1-Zimmer-Appartement aufgeben und bin in eine Marburger WG mit Hund gezogen. Die Umstellung fiel mir nicht schwer, weil ich meine Mitbewohner gut im Griff habe: sie übernehmen das Kochen und Saubermachen für mich. Großartig.

Herzliche Grüße

Eure Lilo

Vereinsmeierei

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Auch schon erlebt? Nichts ahnend geht man zu einer Vereinssitzung (ein paar Leute sollten ja schon da sein) und schwupp - geht man als Kassenwart nach Hause? Also ich persönlich habe das schon zigmal erlebt und es meist am Ende bereut. Warum? Weil Vereine häufig eine sehr spezielle Eigendynamik besitzen.

Das geht schon los, dass es meist einen Vorstand, einen 2. Vorstand, am besten noch einen 3. Vorstand gibt. Ja und dann noch den Schriftführer und den Kassenwart. Dabei braucht es gerade mal 7 Mitglieder, um einen Verein zu gründen (2 Mitglieder dürfen also ohne Posten nach Hause gehen).  Ja und trotz der wenigen Mitglieder besteht ein Großteil der Vereinssitzungen aus schier endlosen, kräftezehrenden Diskussionen über Satzungsformulierungen oder die Anschaffung einer neuen Turnmatte. Und natürlich braucht jeder Verein heutzutage eine Homepage (damit es nicht bei den 7 Mitgliedern bleibt). Die wird dann natürlich vom Kassenwart erstellt, weil der bereits Erfahrungen im Webdesign hat und für einen professionellen Anbieter häufig das Budget fehlt.

Ähnlich erging es auch einem Verein in unserem Fallbeispiel, das wir zum Studienbrief “Projektmanagement von neuen Medien” unter die Lupe nehmen durften. Auch hier wurde eine Homepage geplant, die innerhalb von 6 Monaten von verschiedenen Vereinsmitglieder geplant, konzipiert und realisiert werden sollte. Leider ging hier einiges schief, sodass es nun Inhalt dieses Eintrags sein soll, Empfehlungen auszusprechen, um Konflikte innerhalb des Vereins in Zukunft zu vermeiden. Hier nun also meine Empfehlungen:

  • Rollentrennung
    Es sollte eine klare Trennung zwischen den einzelnen Verantwortlichkeiten erfolgen. Jeder Beteiligte sollte hierzu klare Aufträge bekommen, die er im Rahmen des Projekts zu erfüllen hat. Denkbar wäre eine Aufteilung in Verantwortliche für den Inhalt bzw. für die Umsetzung. Gleichzeitig sollte in jedem Fall ein Projektmanager eingeplant sein, der als Vermittler (Planung von Sitzungen und Gesprächen, Schlichten bei Konflikten) und gleichzeitig als “Controller” (in time, in budget, in quality) agieren kann.
  • Realistische Zeitplanung
    Alle Meilensteine sollten einer realistischen Zeitplanung unterworfen werden. Optimalerweise sollten zusätzlich Pufferzeiten eingeplant werden, um den Ablauf des Projekts nicht zu gefährden.
  • Einhaltung der Projektphasen
    Keine Projektphase sollte vor Beendigung einer anderen beginnen, um zu vermeiden, dass das Projekt “in quality”,” in time” oder “in budget” aus dem Ruder läuft.

PS: Wer übrigens wissen will, was genau “Vereinsmeierei” ist, der kann hier mal nachlesen.

Sequenziell oder logisch?

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In diesem Blogbeitrag geht es um Entscheidungskriterien für eine richtige Strukturierung einer medialen Lernumgebung. Bei dieser Entscheidung soll dem didaktischen Designer eine Reihe von Kriterien helfen. Hierzu zählen (sequenziell vs. logisch):

  • Die Gliederung des Lehrstoffs (aufeinander aufbauend vs. flach gegliedert ohne zwingende Abfolge)
  • Die Lernsituation (formell vs. informell)
  • Die Zielgruppe (homogen vs. inhomogen)
  • Der Lernstil (unselbstständiges Lernen vs. selbstständiges Lernen)
  • Die Motivation (extrinsisch vs. intrinsisch)
  • Das Vorwissen (gering vs. hoch)

Nur selten sind die Rahmenbedingungen jedoch eindeutig einer der beiden Möglichkeiten zuzuordnen, sodass letztendlich eine Gewichtung der Kriterien stattfinden muss, um sich für eine Anordnung zu entscheiden.

Meiner Meinung nach sollte den Kriterien Gliederung des Lernstoffs, Zielgruppe, Lernstil, Motivation und Vorwissen ein größeres Gewicht zugeordnet werden als dem Kriterium Lernsituation. Denn sollte das Thema der Lerneinheit beispielsweise inhaltlich stark aufeinander aufbauen und gleichzeitig eine Menge Vorwissen verlangen, kann davon ausgegangen werden, dass eine Zielgruppe, die dem Aufbau der Lerneinheit nicht folgen kann (weil beispielsweise Wissen fehlt), die Lerneinheit frustriert abbrechen wird. Gleiches sehe ich beim Lernstil und der Motivation. Bei Lernenden die vorwiegend extrinsisch motiviert und an unselbstständiges Lernen gewöhnt sind, würde eine eher logisch und damit freier aufgebaute Lerneinheit ebenfalls zum Abbruch der Lerneinheit führen.

Einziges Kriterium, das ich weniger gewichten würde, wäre die Lernsituation. Denn auch formelle Lernsituationen können meiner Meinung nach einem logisch strukturierte Aufbau folgen.

Stellt sich die Frage: Ist es überhaupt notwendig, sich für eine sequenzielle oder logische Struktur zu entscheiden?

In meinen Augen ist es sehr wichtig, sich im Vorfeld darüber Gedanken zu machen. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass sich beispielsweise Lernende mit größerem Vorwissen in offenen, explorativen (=logisch strukturierten) Lernumgebungen besser orientieren können und ihr Lernzuwachs höher ist als bei Personen mit niedrigem Vorwissen. Gleichzeitig bevorzugen Anfänger eine eher stark strukturiert (=sequenziell aufgebaute) Lernumgebung. Um also Rahmenbedingungen zu schaffen, die Lernen ermöglichen (spezifisch für die entsprechende Zielgruppe) ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, sich im Vorfeld einer Medienproduktion Gedanken zur Strukturierung zu machen.

Deutschland sucht das Supermedienprojekt

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Das 2. Semester hat begonnen und so ist es nun meine erste Aufgabe, als Mitglied einer Jury eine Medienproduktion - genauer gesagt ein Online-Learning-Tool - des 16-Jährigen Thomas Würthinger zu beurteilen. Dabei handelt es sich um ein Tutorial, das dem geneigten Lernenden die Programmiersprache “Gamescript” beibringen soll.

Wie ist nun mein erster Eindruck?

Spontan denke ich: “Wow, für einen 16-Jährigen ein wirklich sehr aufgeräumt anmutendes Tutorial.” Er gibt beispielsweise gleich zu Beginn die Zielgruppe seines Tutorials an, was den Eindruck erweckt, dass er sich darüber im Vorfeld Gedanken gemacht hat. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass er bei der Eingrenzung seiner Zielgruppe etwas zaghaft vorgegangen ist. Er beschreibt Sie als “alle, die noch keine Vorkenntnisse in JavaScript, Java, C, C++ ODER C# haben.” Spontan würde ich mich somit auch dazu zählen. Allerdings merkt man schon beim 1. Schritt des Tutorials, dass man zumindest geringfügige Programmierkenntnisse haben sollte, denn Begriffe wie “Quellcode” oder “Operanten” sollten nicht Neuland sein.

Sehr gut gefällt mir, dass der Lernende nach jeder Einheit die Möglichkeit hat, sein Wissen gleich zu überprüfen, indem er eine Aufgabe erhält und  erste Programmierschritte ausführen kann, zu denen er gleich ein Feedback erhält: Grün = “Es funktioniert!”, Orange = “Es ist ein Fehler aufgetreten!”

Ob dieses Programm geeignet ist, einem Lernwilligen die Programmiersprache beizubringen, hängt davon ab, ob dieser anschließend wirklich in der Lage ist, Gamescript anzuwenden. Ich persönlich hatte nicht die ausreichende Geduld, geschweige denn die Kenntnisse, mich vollständig durch das Tutorial zu kämpfen.

Qualitativ hochwertig?

Aber kann ich denn eigentlich die didaktische Qualität dieses Angebots aus mediendidaktischer Sicht feststellen? Und wenn ja, anhand welcher Kriterien? Das oben Beschriebene war ja nur meine rein subjektive Beurteilung. Objektive Kriterien habe ich nicht angelegt.

Hierzu gibt es laut dem Studienbrief von Prof. Kerres zwei Positionen:

1. “Bildungsmedien lassen sich anhand von Kriterien identifizieren. Diese Kriterien sollten auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und Anforderungen der Praxis festgelegt werden. Zudem sollen sie von (mehreren) erfahrenen Experten in einem definierten Testverfahren geprüft werden.”

Diese Position stellt er infrage, denn häufig würden zu sehr die dinglichen Qualitäten eines Mediums beachtet, unbeachtet vom entsprechenden Bildungsanliegen oder -problem.

2. “Die Qualität eines Bildungsmediums lässt sich nicht an Merkmalen des Mediums selbst feststellen, sondern nur in dem kommunikativen Zusammenhang, in dem das Medium Verwendung findet.”

In dieser Position wird deutlich, dass die Situation den Wert eines Mediums bestimmt, nicht das Medium selbst. Durch das Medium soll in dem bestimmten Bildungsanliegen ein Prozess angeregt werden, der hilft, das Bildungsproblem zu lösen.

Was bedeutet das?

Allzu häufig geschieht das, was auch ich oben versucht habe: Ein Bildungsmedium wurde ex post facto, also im Nachhinein, untersucht und bewertet, losgelöst von der bestimmten Bildungssituation, für die es geplant wurde. Es ist unklar, in welchem Kontext Thomas Würthinger sein Onlinetutorial erstellt hat. Vielleicht hatte er bereits im Rahmen eines Informatikunterrichts verschiedene Scriptsprachen gelernt und sollte nun ein Tutorial erstellen, das seinen Mitschülern - ebenfalls auf dem gleichen Bildungsstand wie er - die Sprache Gamescript nahebringt. Vielleicht waren alle Mitschüler nach Durcharbeiten seines Tutorials in der Lage mit Gamescript zu programmieren. In diesem Fall wäre das Konzept didaktisch hochwertig.

Der Tag, an dem aus intrinischer Motivation extrinsische wurde

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Morgen ist es also soweit. Die erste Klausur im Rahmen meines Educational Media Studiums steht an. Soweit, so gut.
Die letzten Tage bestanden aus Ritualen, die ich seit - mal überlegen - fast 8 Jahren nicht mehr kannte: Aufstehen, duschen, Hund lüften, frühstücken, Tee kochen und dann: ab an den Schreibtisch zum Lernen.
Um ehrlich zu sein, hatte ich mir das alles etwas einfacher vorgestellt, schließlich mussten wir im Tiermedizinstudium pauken, was das Zeug hielt. Aber ich musste feststellen: Das ist alles schon eine Weile her. Und das, was ich damals einfach so hingenommen habe (7 Tage für Pharmakologie = 7 Tage Begriffe pauken, bis nix mehr geht) fällt mir heute extrem schwer, davon abgesehen, dass ich dazu keine Lust mehr habe.
Schließlich habe ich gelernt, dass das alles träges Wissen ist, hereingebimst durch Oberflächenstrategien - Pfui Deiwel. Nix da. Damit ist Schluss! Daher bleibt mir am heutigen Abend nur noch ein Stoßgebet an unsere Tutoren und Aufgabensteller: Bitte keine Definitionen!

Ich hoffe, dass mein Flehen erhört wird. Und von meiner in einem meiner ersten Einträge formulierten intrinsischen Motivation ist heute abend nicht mehr viel zu spüren. Nun gehts nur noch darum, das Ganze irgendwie zu bestehen. Ich bin gespannt. Morgenabend sieht die Welt hoffentlich ganz anders aus :-)

Advent, Advent

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So Ihr Lieben, damit Ihr Euch am 1. Advent etwas erheitern könnt.

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